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Antworten von Bernd Wendt (PDL) auf unsere Wahlprüfsteine Kandidat für das Amt des Bürgermeisters von Bad Lauchstädt Bernd Wendt kandidiert für die Partei Die Linke für das Amt des Bürgermeisters. Lesen Sie hier seine Antworten auf unsere Wahlprüfsteine.
Tourismusförderung
In der deutschen Theaterlandschaft ist eine historisch bedeutsame Spielstätte wie das Goethe-Theater etwas sehr Besonderes. Seit 1990 haben sich die Historischen Kuranlagen mit dem Theater zu einem kulturellem und touristischen Magneten entwickelt. Es entstanden in erheblichem Maße direkt und indirekt Arbeitsplätze. Und doch wurden ökonomische Potenziale nicht genutzt! Eine noch bessere Entwicklung verhindern die Probleme mit dem motorisierten Verkehr zwischen Theater und Kurpark, die mangelnde politische Begleitung touristischer Projekte und die fehlende Unterbindung kontraproduktiver Tätigkeiten anderer Akteure. Welche Maßnahmen wollen Sie als Bürgermeister ergreifen, um dies zu ändern? Da ich erst seit 6 Jahren in Bad Lauchstädt ansässig bin, kann ich dazu nicht viel sagen, nach meiner Auffassung wäre das ein persönliches Gespräch wert, ich habe aber den Eindruck,dass hier "alles in fester Hand" ist. Unter Tourismusförderung verstehe ich nicht nur Bad Lauchstädt mit seinen Angeboten, sondern gleichzeitig touristische Ziele im Saalekreis mit anzubieten. Hierzu würde sich vorerst eine Arbeisgemeinschaft aller Interessierten anbieten. Ich gehe jetzt gleich mal dazu über zur Ausweitung des Geiseltalwanderwegesystems, entspechende Radwanderwege sollten erweitert und angelegt werden was insbesondere den kleineren "Gemeinden " durch den Tourismus zugute kommen könnte. Öffenlicher Personennahverkehr Seit einigen Monaten steht zu unserer Freude fest, dass die Bahnverbindung Merseburg-Bad Lauchstädt-Schafstädt erhalten bleibt. Weil die Bestandsgarantie für die genannte Strecke auf nur zwei Jahre befristet ist und täglich nur 50 Fahrgäste fehlen, um die Anzahl an Fahrgästen zu erreichen, die die Bahn zum weiteren Erhalt der Strecke als notwendig ansieht, sind wir genötigt, die kurze Zeit von zwei Jahren zu nutzen. Es muss erreicht werden, dass die Bahn stärker frequentiert wird! In Zusammenarbeit mit BürgerInnen, die sich für den Erhalt der Strecke engagiert haben, wurden bisher die folgenden Vorschläge erarbeitet: Wie stehen Sie zu diesen Vorschlägen und in welcher Art und Weise würden Sie diesbezüglich Ihre zukünftige Position als BürgermeisterIn nutzen? Hier stimme ich im vollen Umfang Ihrer Auffassung zu. Als Beispiel: Bei meinen vielen dienstlichen Hotelaufenthalten gab es sogar für die Dauer des Aufenthaltes kostenlose Benutzung von ÖVPN. Hier ist es lediglich eine Verhandlungssache. Alternative Energien Die Bekämpfung des durch die Menschheit verursachten Treibhauseffekts ist eine Aufgabe für alle. Den staatlichen Gliederungen kommt hier eine Vorbildfunktion zu. Wie stehen Sie zur Versorgung der städtischen Einrichtungen mit erneuerbaren Energien? Würden Sie Projekte von Bad Lauchstädter BürgerInnen zur Erzeugung dieser Energien aktiv unterstützen, z.B. durch die Zurverfügungstellung von Dächern öffentlicher Gebäude für Bürgersolaranlagen? Im Grunde genommen ist Ihre Idee nicht neues, es gibt schon Betriebe, die die ihre Dächer hier "Vollausgerüstet" haben und davon profitieren. Für den Innenstadtbereich der historisch gewachsenen Städte und Dörfer sehe ich hier Probleme. Für Bereiche wie Turnhallen, Schulen Kindergärten ect. dürfte es einfacher sein. Abwasser Im Großteil des Stadtgebietes ist eine zentrale Abwasserentsorgung alternativlos, im dörflichen Bereich oder bei Streusiedlungen im Außenbereich ist jedoch die dezentrale Variante in der Gesamtrechnung kostengünstiger und ökologisch vorteilhafter. Aufgrund fehlender Fördermittel durch das Land Sachsen- Anhalt wurde z.B. in Klobikau noch nicht mit dem Bau einer zentralen Entsorgungsanlage begonnen. Da aber Ende 2009 die Betriebsgenehmigungen für die bisherigen Klärgruben auslaufen, drängt die Zeit für die Hauseigentümer, da Planung und Bau von biologischen und dezentralen Kläranlagen auch Zeit brauchen. Wie positionieren Sie sich hier, auch in Hinsicht auf Ihr Mitbestimmungsrecht im Abwasserzweckverband? Sie haben in der Sache Vollumfänglich Recht, wenn man verfolgt, welche Mittel für Riesenkläranlagen teils unsinnig aufgewendet wurden, die letztlich der einzelne Anlieger trägt. Es ist ja nicht nur die Kläranlage, dazu kommt die Leitungsverlegung, der Hausanschluss und die komplette Strassensanierung. Da kommen Kosten zusammen die manch ein Bürger nicht mehr aufbringen kann. Selbstverständlich ist bei Steusiedlungen im Aussenbereich und bei einzelliegenden Anwesen eine Anbindung an das Netz unsinnig und kaum finanzierbar. Ich weise aber darauf hin, dass es seit Jahren moderne ökologische klein/kleinstanlagen gibt die den Zweck vollumfänglich erfüllen. Zum Auslauf der bisherigen "Klärgruben, soweit sie noch instand sind sollte im Einzelfall ein Aufschub beantragt werden. Das Mitbestimmungsrecht wird selbstverständlich wahrgenommen. Feuerwehren Die Freiwilligen Feuerwehren unserer Ortschaften sind mit Abstand die wichtigsten von den BürgerInnen organisierten Vereinigungen. Sie sind unser Rückgrat bei der Gefahrenabwehr, sei es z.B. bei Feuer oder den periodisch wiederkehrenden Hochwassern. Speziell an Werktagen gibt es jedoch erhebliche Probleme, Einsätze personell abzusichern. Nicht alle Depots entsprechen heutigen Anforderungen. Die Freiwilligen Feuerwehren leisten eine exzellente Kinder- und Jugendarbeit. Skizzieren Sie bitte Ihre Herangehensweise in diesem Politikfeld! Jetzt haben Sie mir auf den Fuß getreten ! Kann ich noch nichts weiter zu sagen, die Problematik besteht nun mal für den Ernstfall, dass die Ausstattung meist nicht vom feinsten ist weiß ich, ebenso die Jugendarbeit und das Engagement der Mitglieder. Meiner Auffassung nach, sollte ein Arbeitskreis aller Beteiligten gebildet werden um hier einer Lösung nahe zu kommen. Sie sehen, allein die Zusammenführung der Einheitsgemeinde ist schon eine hohe Anforderung, um das ganze für alle Beteiligten zufriedenstellend lösen zu können bedarf es der Mitarbeit vieler. |
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