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PRESSEDIENST BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
KV Saalekreis Datum: 26.05.2009 Nummer: 20/2009 Thomas Madl muss Ämter ruhen lassen Grüne fordern mehr Sensibilität Im Zuge der sich ausweitenden Affäre um den CDU-Politiker Thomas Madl MdL, dem angesichts einer mutmaßlichen Doppelanstellung seiner Mitarbeiterin Untreue und Betrug vorgeworfen werden, fordern die Bündnisgrünen mehr Sensibilität. Es äußert sich sich Andreas Löhne, Vorsitzender des Kreisverbands Saalekreis: "Für Thomas Madl gilt die Unschuldsvermutung. Und dennoch muss der CDU-Politiker angesichts der Schwere der Betrugs- und Untreuevorwürfe gegen ihn sowie der in der Öffentlichkeit offenbaren Tatsachen nun Konsequenzen auf der Ebene des Landkreises ziehen. Madl ist, so lange die Ermittlungen gegen ihn laufen, als Vorsitzender des Kreistags Saalekreis nicht tragbar. Er beschädigt das Amt. Wir fordern ihn daher auf, den Vorsitz bis zur Klärung der Vorwürfe gegen ihn ruhen zu lassen. Wir sind außerdem irritiert, dass der CDU-Kreisvorsitzende, Landrat Frank Bannert, die Vorwürfe gegen einen wichtigen Parteikollegen offenbar nicht wirklich ernst nimmt. Nur so erklärt sich, dass der Kreisvorstand der CDU bisher keine Haltung zur Causa Madl entwickelt hat. Hier wünschen wir uns mehr Klarheit. Denn Politik muss Vorbildfunktion haben. Das ggf. auch strafrechtlich relevante Gebaren von Herrn Madl und die Nicht-Reaktion der Kreis-CDU werfen ein schlechtes Licht auf alle politisch Tätigen im Saalekreis. Hier wird Politikverdrossenheit Vorschub geleistet." |
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