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PRESSEDIENST BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
KV Saalekreis
Datum: 07.02.2009
Nummer: 09/2008

Gasheizwerk in Querfurt war Fehlinvestition

Löhne: "Ökologisches und finanzielles Debakel beenden"
Zu den Auseinandersetzungen um das Gasheizwerk in Querfurt
erklärt Andreas Löhne, Sprecher der Querfurter Bündnisgrünen:

"Das in Querfurt errichtete Gasheizwerk war bereits bei seinem Bau eine vorhersehbare Fehlinvestition. Auch 1998 war schon bekannt, dass die Energiepreise steigen werden und dass man deshalb in effiziente Technologien investieren sollte. Dass sich das Heizwerk bisher nicht amortisiert hat, ist problematisch. Die Wärmekunden tragen daran aber keine Schuld. Dem Anschluss- und Benutzungszwang liegt normalerweise der Gedanke der Solidarität zum Wohle der Allgemeinheit zugrunde. Er ist nicht gerechtfertigt, um Fehlinvestitionen zu amortisieren und dabei die Kunden zur Klimasünde zu zwingen. Deshalb muss schnellstens eine Modernisierung erfolgen. Über Sonderabschreibungen des veralteten Heizwerks muss man nachdenken. Das ökologische und finanzielle Debakel in Querfurt muss ein Ende haben.
Ein Gasheizwerk ist die schlechteste Variante, die man sich vorstellen kann. Im Gegensatz zu dezentralen Gasbrennwertkesseln dürfte hier vermutlich ein bis zu 20 Prozent höherer Energiebedarf anfallen. Und Brennwertkessel haben wiederum einen Effizienznachteil von 20 Prozent gegenüber Blockheizkraftwerken. Die zentrale Wärmegewinnung mit Gas ist abzulehnen, weil Gas als ein sehr flexibel einsetzbarer Energieträger viel zu wertvoll für eine reine Wärmegewinnung mit verlustbehafteten langen Lieferwegen ist. Wesentlich effizienter sind Blockheizkraftwerke, welche aus Gas Strom erzeugen und die dabei anfallende Abwärme zum Heizen  verwenden. Durch diese sogenannte Kraft-Wärme-Kopplung kann die Stromerzeugung mit einem sehr hohen Wirkungsgrad erfolgen."

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