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PRESSEDIENST BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN KV Saalekreis Datum: 05.02.2009 Nummer: 05/2009 Frühere Zusagen sind nicht zu halten Galeriebetrieb in der Domfreiheit langfristig sichern Zu den Berichten um einen etwaigen städtischen Zuschuss von 30 000 Euro für den Betrieb der Willi-Sitte-Galerie in Merseburg im Jahr 2009 erklärt der Stadtrat der Bündnisgrünen, Roland Striegel: "Zusagen können langfristig teuer werden. Als im Stadtrat im Jahr 2004 das Projekt zur Errichtung der Willi-Sitte-Galerie heiß diskutiert wurde, hieß es einmütig aus der Stadtverwaltung und seitens der Stiftung: 'Dauerhafte finanzielle Belastungen der Stadt Merseburg sind hieraus nicht zu erwarten.' Abzusehen war bereits damals anderes. Anfang 2009 folgt nun der Offenbarungseid. Der Galeriebetrieb soll die Stadt allein in diesem Jahr 30 000 Euro an Zuschüssen kosten. Dieses Geld ist grundsätzlich sinnvoll angelegt. Das Gebäude in der Domstraße 15 will einen Kristallisationskern für den Kunst- und Kulturbetrieb in und um die Merseburger Domfreiheit bilden. Dies setzt jedoch eine langfristige Strategie bei stärkerem Mut voraus, die Sitte-Galerie als Ort kulturpolitischer Auseinandersetzung mit der Kunst der DDR und darüber hinaus zu etablieren. Nun ist Ehrlichkeit vonnöten. Klar ist, dass eine Einmalzahlung von 30 000 Euro nicht ausreichen wird. Der Betrieb der Willi-Sitte-Galerie braucht - wie die meisten Kultureinrichtungen - dauerhafte, nachhaltige Unterstützung. Von der Stadtverwaltung wie dem Stadtrat ist nun ein klares Signal gefordert: Das Bekenntnis zum Betrieb einer Galerie in der Domstraße 15 auch über das Jahr 2009 hinaus. Und die Willi-Sitte-Stiftung muss unter ihrem Vorsitzenden Hans-Hubert Werner deutlich machen, wie sie die Galerie künstlerisch und finanziell abgesichert in der deutschen und internationalen Kunstszene verankern will." |
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