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Kritik an Umgang mit Gülleunfall
Grüne fordern sachliche Auseinandersetzung
Die Bündnisgrünen des Saalekreises fordern bei der Diskussion um die Folgen des Gülleunfalls in Lunstädt mehr Sachlichkeit. Der Kreisvorsitzende, Andreas Löhne äußert sich dazu wie folgt:
 
"Panikmache hilft uns genau so wenig wie ein Herunterspielen der Ereignisse. Umweltschäden befürchten wir vor allem in Bezug auf eine Verunreinigung des Grundwassers. Selbst ohne Havarie ist die Nitratbelastung in vielen Gebieten Sachsen-Anhalts bereits sehr hoch. Deshalb muss kritisch hinterfragt werden, mit welchen Auswirkungen zu rechnen ist. Wir fordern eine sachlich-kritische Auseinandersetzung, und zwar nicht nur mit Biogasanlagen, sondern mit der industriellen Massentierhaltung insgesamt. Genau von diesem Problem versucht Landesagrar- und Umweltminister Aeikens (CDU) mit seinem jüngsten Plädoyer für Biogasanlagen offenbar abzulenken. 
Neben relativ kurzfristigen Schäden wie der Geruchsbelastung sehen wir vor allem einen großen Imageschaden für die Region, insbesondere in Bezug auf den am Geiseltalsee erwarteten Tourismus. Es bleibt zu hoffen, dass Lehren aus dem Unfall gezogen werden. Havarien können nie vollständig ausgeschlossen werden, das muss die Botschaft für alle Entscheidungsträger sein. Während sich in vier km Entfernung vom Geiseltalsee das Schlimmste noch verhindern ließ, wäre selbst ein Gülleunfall kleinerer Dimension in der nur 700 Meter vom Ufer entfernten Mastanlage in Mücheln (Stöbnitz) eine Katastrophe."

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