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Landesparteitag verabschiedet Bildungskonzept
Striegel erneut in den Landesvorstand gewählt
(Pressemitteilung vom 27.10.2008)

Auf dem 24. Landesparteitag der Bündnisgrünen im sachsen-anhaltischen Köthen hat die Partei einen neuen Landesvorstand gewählt. Neben den Landesvorsitzenden Claudia Dalbert und Christoph Erdmenger wurde auch Sebastian Striegel in den Landesvorstand gewählt. Striegel erhielt 93,5 Prozent der abgegebenen Stimmen und wird damit dem Leitungsgremium des Landesverbands erneut für zwei Jahre angehören.
Striegel: "Ich freue mich über das Vertrauen, das mir die Delegierten ausgesprochen haben. Mit den anderen Mitgliedern des Landesvorstands werde ich in den kommenden beiden Jahren das Profil der Bündnisgrünen im Land weiter zu schärfen suchen. Unser Ziel ist es, den Einzug der Bündnisgrünen in den Landtag vorzubereiten. Dafür bieten wir den BürgerInnen neue Wege in der Energiepolitik ebenso an, wie das Versprechen, die Geldverschwendung im Verkehrsbereich einzudämmen. In der Bildungspolitik wollen wir die eklatanten Ungerechtigkeiten der großen Koalition beseitigen."
Der Landesparteitag von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hatte hierzu gestern einstimmig ein Bildungskonzept unter dem Titel "Schule neu denken - für mehr Bildungsgerechtigkeit in Sachsen-Anhalt" beschlossen. Darin fordern die GRÜNEN u.a. eine zehnjährige gemeinsame Schulzeit in integrierten Ganztagsschulen. Claudia Dalbert, bildungspolitische Sprecherin und Landesvorsitzende: "Solange Kinder unabhängig von sozialer Herkunft und Begabung zusammen lernen, kann Schule frühe Ausgrenzung reduzieren und alle Schülerinnen und Schüler fördern."
Den derzeitigen zersplitterten Bildungsgängen und der zu frühen risikovollen Schullaufbahnempfehlung setzt das grüne Bildungskonzept die Gemeinschaftsschule entgegen. "Nach zehn Jahren Schulzeit und dem Erwerb des Sekundarschulabschlusses gibt es die Wahl zwischen drei Bildungswegen – an der Gemeinschaftsschule oder an einem Gymnasium das Abitur machen oder eine Berufsausbildung beginnen", so Claudia Dalbert.

Die Gemeinschaftsschule kann zu einem kulturellen und Bildungszentrum für die Bürgerinnen und Bürger werden. "Hier kann der Zugang zu Wissen nicht nur für Kinder gewährleistet werden", sagte Dalbert. Die Vernetzung zwischen Bibliotheken und Schulen sei dabei wünschenswert.


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